Sektorprogramm
Rohstoffe und Entwicklung
Titelseite der Publikation zu Gender in MAP

01.04.2025 Handreichung „Gleichberechtigung der Geschlechter in Multi-Akteurs-Partnerschaften“

Partnerschaften leben von Vielfalt und gleichberechtigter Zusammenarbeit. Wie Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) gezielt genutzt werden können, um Geschlechtergerechtigkeit voranzutreiben, beschreibt die neue Handreichung „Gleichberechtigung der Geschlechter in Multi-Akteurs-Partnerschaften“. Erstellt wurde sie von Partnerschaften 2030 und dem GIZ Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung.

Titelseite der Publikation zu Gender in MAP

Gleichberechtigung der Geschlechter in Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP)

Dateityp PDF | Dateigröße 937 KB

Die Handreichung richtet sich an Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, die sich in MAPs engagieren und bietet ihnen konkrete Ansätze, um eine geschlechtergerechte Zusammenarbeit zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Herausforderungen wie fehlende Kapazitäten oder das Zusammenspiel von Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit zu meistern. Dafür zeigt die Publikation praxisnah auf, wie die Integration von Gender Mainstreaming in den verschiedenen Phasen einer MAP gelingen kann – von der Initiierung über die Gestaltung bis hin zur Umsetzung. Sie bietet konkrete Hinweise auf Werkzeuge, wie Gender-Analysen und Arbeitspläne, sowie Best Practices.

Praxisbeispiele aus dem Rohstoffsektor

Ein zentrales Beispiel in der Handreichung ist die Initiative Women’s Rights and Mining (Externer Link) (WRM), die sich für die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen im Rohstoffsektor einsetzt. Das GIZ-Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) leitet das Sekretariat und unterstützt WRM dabei, Geschlechtergerechtigkeit im Rohstoffsektor voranzubringen. So schafft WRM u.a. Aufmerksamkeit für die Thematik auf internationalen Konferenzen, organisiert Veranstaltungen und veröffentlicht Publikationen (Externer Link) zu geschlechtsspezifischen Herausforderungen und Chancen.

Ein weiteres Beispiel ist die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI), die zunehmend Gender-Aspekte in ihre Transparenz- und Rechenschaftsmechanismen integriert. Um auf geschlechterspezifische Herausforderungen in der Rohstoffgovernance einzugehen, sieht der EITI-Standard u.a. die Offenlegung von gender-disaggregierten Daten sowie Bewertungen der ökologischen, sozialen und geschlechtsspezifischen Auswirkungen vor. Anhand dieser und weiterer Beispiele verdeutlicht die Publikation, wie Multi-Akteurs-Partnerschaften dazu beitragen können, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und die Geschlechtergerechtigkeit im Rohstoffsektor zu stärken.