High-Level Panel Diskussion zum Thema:
Zuverlässige und verantwortungsvolle Wertschöpfungsketten für Mineralien gestalten – unterschiedliche Perspektiven der Interessengruppen hinsichtlich einer verantwortungsvollen Integration des Kleinbergbaus in Einklang bringen
Urheberrecht© Olivier Middendorp
EPRM Konferenz: Interessen ausbalancieren - Die Rolle des Kleinbergbaus in verantwortungsvollen und resilienten Rohstofflieferketten
„Artisanaler Kleinbergbau ist keine Wohltätigkeit, sondern ein Geschäft.“
Key Note von Chiedza Chipangura (International Council for Artisanal and Small-scale Mining)
Mit dieser klaren Botschaft eröffnete die simbabwische Kleinbergbauunternehmerin Chiedza Chipangura die Konferenz „Balancing Interests: ASM’s Role in Reliable and Responsible Value Chains“ der European Partnership for Responsible Minerals (EPRM) am 9. Juni in Amsterdam. Die Veranstaltung markierte das zehnjährige Bestehen der EPRM und brachte mehr als 220 Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen.
Seit 2020 ist Deutschland über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Mitglied der EPRM. Entsprechend hochrangig war die deutsche Beteiligung an der Konferenz: Zur Eröffnung diskutierte Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler gemeinsam mit Dr. Mubita Luwabelwa, Exekutivsekretär der International Conference on the Great Lakes Region (ICGLR), über die Bedeutung des Kleinbergbaus in Rohstofflieferketten und wirtschaftliche Perspektiven in rohstoffreichen Regionen.
High-Level Panel Diskussion zum Thema:
Zuverlässige und verantwortungsvolle Wertschöpfungsketten für Mineralien gestalten – unterschiedliche Perspektiven der Interessengruppen hinsichtlich einer verantwortungsvollen Integration des Kleinbergbaus in Einklang bringen
Dabei betonte Kofler die enge Verbindung zwischen verantwortungsvollem Rohstoffabbau und resilienten Lieferketten: „Nur, wenn Rohstoffabbau verantwortungsvoll ist, sind die darauf aufbauenden Lieferketten auch verlässlich und resilient.“
Die Diskussionen auf der Konferenz machten deutlich, dass diese Herausforderung angesichts einer weltweit steigenden Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen und zunehmender geopolitischer Unsicherheiten an Bedeutung gewinnt. Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette – vom Upstream in rohstoffproduzierenden Ländern über den Midstream bis zum Downstream in den Abnehmerländern – sowie Regierungen und lokale Bergbaugemeinden verfolgen unterschiedliche Interessen, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Die zentrale Frage lautete daher: Wie lassen sich Lieferketten schaffen, die sowohl Versorgungssicherheit gewährleisten als auch soziale und ökologische Standards fördern?
Session zum Thema: Gerechtigkeit schaffen: Förderung einer geschlechtergerechten Sorgfaltspflicht im Kleinbergbau
Besonders machte die Veranstaltung die starke Einbindung von Vertreter*innen aus dem Kleinbergbau. Bergleute aus Afrika, Asien und Lateinamerika brachten ihre Perspektiven direkt in die Debatten ein. Gerade diese unmittelbare Beteiligung derjenigen, die am Anfang der Lieferketten stehen, verdeutlichte, dass nachhaltige Lösungen nur im Dialog aller Beteiligten entwickelt werden können. Die Konferenz unterstrich damit einen zentralen Grundsatz der EPRM: Eine angemessene Vertretung von Kleinbergbauakteuren sowie ein echter Multi-Stakeholder-Ansatz sind entscheidend, um verantwortungsvolle, inklusive und langfristig tragfähige Rohstofflieferketten aufzubauen.
Ausblick von Lisa Süß (Europan Partnership for Responsible Minerals)